Struktogramme (2)


Beim Arbeiten mit Struktogrammen stellen sich von selbst gute Arbeitsregeln heraus: Für einige hier noch nicht besprochene Varianten der grundlegenden Kontrollanweisungen gibt es auch Vorschläge für entsprechende Struktogramme, die mehr oder weniger gelungen sind. Vieles ist hier Geschmackssache; jedenfalls kommt man mit den oben angegebenen Grundstrukturen im Prinzip allein aus, und in der Praxis zumindest recht weit.

Bemerkung zu Sprüngen

Ein Konzept läßt sich mit Struktogrammen, und auch mit den hier besprochenen Kontrollstrukturen, nicht  ausdrücken, und das ist gerade eine ihrer Stärken: die Vorstellung von einem Prozessor, der den Programmtext durchläuft und dabei gelegentlich an eine andere Stelle springt. Tatsächlich kommt es uns bei der Strukturierten Programmierung gar nicht darauf an, Sprünge zu vermeiden, wie man anfangs glaubte; auf der Ebene der Maschinenbefehle sind sie sogar unverzichtbar. Zu vermeiden sind nur Sprünge an beliebige Stellen,  (die sogenannte "Spaghetti-Programmierung"), und unsere Konstrukte erlauben dies nicht, denn sie enthalten das Konzept der "Stelle" überhaupt nicht.
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Klaus Lagally, 22. Februar 2000, 19:36